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Schleppjagd in Hermannsburg

   

Am 3. Adventswochenende trafen wir uns zur diesjährigen Schleppjagd in Hermannsburg. Klein und fein war die Jagdgesellschaft. Für Hermannsburg einmal etwas anderes. Dafür war das Zuschauerfeld an diesem heutigen Jagdtag etwas besonderer, als an anderen Jagdtagen. Heute haben uns zwei Teams vom NDR begleitet. Diejenigen die heute die Jagd reiterlich begleitet haben, dienten für die Kamerateams als Statisten. Wenn man in einer kleinen Abordnung unterwegs ist, dann kann man gewisse Einstellungen auch ein zweites Mal wiederholen, oder man legt einfach eine zweite Schauschleppe für das Kamerateam ein. Alles das haben wir heute erlebt.

Der Master war mit einem großen Pack angereist. Es wurden sechs gut ausgearbeitete Schleppen durch die atemberaubend schöne Heidelandschaft der Südheide rund um Hermannsburg geritten. Es herrschte ein 100% jagdtaugliches Wetter, nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Regen. Die Bodenverhältnisse waren auf den Wegen Top, auf den Heideflächen aufgrund der andauernden Regenfälle und der zurückliegenden Schneeschmelze etwas feuchter als sonst, aber ohne Weiteres gut reitbar. Hochmotivierte Hunde, die akkurat im Apell standen wollten laufen, rennen, Spaß haben. Auch die Pferde hatten bereits auf den Anhängern kundgegeben, dass es doch endlich losgehen könne.

Die erste Schleppe ging wie in allen Jahren zuvor über die Maisbrache direkt hinter dem Misselhorner Hof, direkt in die Misselhorner Heide. Vorbei an der Sandkuhle auf die große Heidefläche. Alle vorhandenen Sprünge waren zu reiten.

Auf der Heidefläche die erste Schauschleppe, die Hunde waren sich im ersten Anlauf nicht sicher, denn der eine oder andere von Ihnen hatte aus dem Augenwinkel die Schleppenleger beobachtet und gedacht, warum den großen Weg laufen, wenn ich auch abkürzen kann. Ein paar energische Pfiffe des Masters und schon war die richtige Richtung gefunden. Alles in Begleitung der beiden Kamerateams. Dann weiter in einem großen Bogen um die Heidefläche zur unteren Heidefläche. Hier noch einmal angelegt und extra für die Zuschauer und Kamerateams eine zweite Schauschleppe – dieses Mal aber mit verzögerter reiterlicher Begleitung.

Die letzte Schleppe ging an der Sandkuhle vorbei zum Tiefsprung. Dieser Sprung war der diesjährige Halali-Sprung. Ein kurzer Stopp in der Nähe des Parkplatzes, um letzten Mal Wasser für die Hunde. Dann zurück zur Reithalle und zum Currée. Hier erwarteten uns schon die Bläser des Parforcehorncorps Fermate Hannover.

Durchgefroren aber hoch zufrieden wurden Pferde und Hunde verladen. Im Anschluss traf man sich zu Gulaschsuppe, Schmalzbrot und Glühwein im Schafstall, wo alle langsam wieder auftauen konnten.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, Helfern und Organisatoren für diesen schönen Jagdtag. Allen die nicht dabei waren bleibt nur der 30.12.2017 ab 18:00 Uhr, denn dann werden die Bilder der diesjährigen Schleppjagd aus Hermannsburg im Fernsehen übertragen.

 

Hier geht es zum Bericht von NDR3 "Hallo Niedersachsen" 

 

Schleppjagd in Hermannsburg

copyright Sabine Sievers
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Alle Bilder der Veranstaltung finden Sie hier